Hinweise zur Nutzung von Wirtschaftsauskünften
Wirtschaftsauskünfte sind meist die beste und einzige Möglichkeit, Geschäftspartner, Mieter und Kunden zu beurteilen - und daher unverzichtbar. Trotzdem muss man deren Grenzen kennen. Bei jeder Auskunft besteht die Gefahr, dass sie veraltet und unvollständig ist.
Auskünften kann man folgende Informationen entnehmen:
A) Kurzauskunft
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harte Faktoren (Angaben aus amtlichen Schuldnerverzeichnissen)
| | weiche Faktoren (nicht amtlich Negativmerkmale)
| | zusätzliche Angaben: |
► Insolvenzverfahren (früher: "Konkurs" Uggssprl.: "Bankrott") ► Eidesstattliche Versicherung (früher: "Offenbarungseid") ►Haftbefehl (Wenn Schuldner auf Ladung zur Abgabe der Eidesstattlichen Versi-cherung nicht reagiert hat. Nicht zu verwechseln mit strafrechtlichem Haftbefehl) Kommentar: Diese Informationen werden nur zu 65 – 88 % korrekt wiedergegeben. Grund: Die Systeme zum Suchen und Finden arbeiten nicht identisch. | | ►Zahlungsrückstände ►Inkasso-Verfahren ► Mahn-Verfahren ► Gerichtsverfahren Kommentar: Bei weichen Faktoren gibt es keine einheitlichen Quellen auf die sich alle Auskunfteien be- ziehen. Jede hat ihre eigenen Datenlieferanten. Die Datenlieferanten unserer Auskunftei gehören zu den größten der Welt! Es sind Banken, Handelskonzerne, Versicherungen, Kreditkarten- institute, Telekommunikations- dienstleister, etc.
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►Bilanzen
►Umsätz / Einnahmen ►Immobilieneigentum
►Beteiligungen
►historische Kredit- und Kon- sumaktivitäten
►Firmenstrukturen
►Umzugsdaten
►Familienverhältnisse ►persönlich recherchierte Informa- ionen
►weitere spezielle Informationen (!!) |
In Einzelfällen basieren Auskünfte auf Eigenangaben des Angefragten. Diese werden in seriösen Auskunfteien mit Vergleichsdaten abgeglichen. Angaben zu Umsätzen und Einkünften werden ebenfalls oft anhand von Vergleichsdaten ermittelt und sind somit nur bedingt verlässlich.
Banken und regional arbeitende Auskunfteien haben, wenn der Angefragte ein Kunde ist, ein nicht zu unterschätzendes Eigeninteresse und sollten besonders kritisch gelesen werden!
Das geringste Risiko gehen Sie ein, wenn Sie externe Informationen (also Auskünfte) mit internen Informationen (z. B. Reklamationshäufigkeit, Anstieg unberechtigter Reklamationen, Skontoverzicht, Bankwechsel, etc.) an einer Stelle Ihres Unternehmens zusammenführen und Ihren Außendienst einbeziehen. (In unseren Seminaren erfahren Sie mehr über ein effektives internes Warnsystem und dessen Implementierung in Ihre DV).
ACHTUNG:
Sofern eine Auskunft Hinweise auf eine andere Auskunft enthält, sollten beide eingesehen werden. Entscheidende Fakten müssen aus Datenschutzgründen oft auf verschiedene Auskünfte verteilt werden.
Wenn Sie speziellere Informationen brauchen, sprechen Sie mit uns. Wir haben weitere Informationsquellen und ermitteln ggf. selber. Wir verfügen über die notwendige Technik und diskrete Mitarbeiter mit fachspezifischer Ausbildung und Erfahrung in jedem Millieu.